Steuerrecht

Das Steuerrecht ist wesentlicher Bestandteil unserer anwaltlichen Tätigkeit. 

Im Immobilienrecht, Erbrecht und Gesellschaftsrecht befassen wir uns täglich mit steuerlichen Fragen. Folgende Steuerarten sind hervorzuheben:

  • Einkommensteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Mehrwertsteuer
  • Kraftfahrzeugsteuern (Fahrzeugzulassungs- und Kraftfahrzeugsteuer)
  • Grunderwerbsteuer
  • Grundsteuer sowie
  • Stempelsteuer

Die Einkommensteuer (Imposto sobre o Rendimento das Pessoas Singulares, kurz: IRS) erfasst das Einkommen natürlicher Personen.

Die Körperschaftssteuer (Imposto sobre o Rendimento das Pessoas Colectivas, kurz: IRC) erfasst das Einkommen von juristischen Personen und darüber hinaus auch von nicht rechtsfähigen Personenmehrheiten. Das portugiesische Recht kennt keine Gewerbesteuer. Es existiert jedoch ein kommunaler Aufschlag auf die Körperschaftsteuer (derrama), der an die Gemeinde fließt.

Im Bereich der Verbrauchsteuern sind die Mehrwertsteuer (Imposto sobre o Valor Acrescentado, kurz: IVA), die Fahrzeugzulassungssteuer (Imposto sobre Veículos, kurz: ISV) und die besonderen Verbrauchsteuern auf alkoholische Getränke, Mineralölprodukte und Tabakwaren zu erwähnen.

Zu den Vermögensteuern zählen die die Kraftfahrzeugsteuer (Imposto Único de Circulação, kurz: IUC) und Steuern auf Immobilien.

Immobilien unterliegen der Grundsteuer (Imposto Municipal sobre Imóveis, kurz: IMI) und der Grunderwerbsteuer (Imposto Municipal sobre as Transmissões Onerosas de Imóveis, kurz: IMT). Auch die sog. Stempelsteuer (Imposto do Selo, kurz: IS) fällt vornehmlich bei Immobiliengeschäften an. Auf unserer Partnerseite zum Immobilienrecht können Sie sich über steuerrechtliche Fragen, die bei dem Kauf oder Verkauf einer Immobilie zu beachten sind, näher informieren.

Seit 1979 gibt es in Portugal eine einheitliche Steueridentifikationsnummer (número de identificação fiscal, kurz: NIF). Eine solche Steueridentifikationsnummer benötigt jeder, der in Portugal eine steuerrelevante Handlung vornimmt (z.B. Immobilienkauf, Gewerbeanmeldung). Eine nicht in Portugal ansässige Person, die ihren Wohnsitz im EU-Ausland hat, kann sich mit ihrem ausländischen Wohnsitz steuerlich registrieren. Die Pflicht, einen Steuerrepräsentanten zu benennen, ist infolge der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes weggefallen.

Insbesondere bei der Einkommensteuer besteht die Gefahr der Doppelbesteuerung, wenn verschiedene Staaten das selbe Einkommen besteuern. Zur Vermeidung der Doppelbesteuerung werden im Ausland gezahlte Steuern bei der Besteuerung im Inland angerechnet. Bei einem Kollisionsfall zwischen Deutschland und Portugal ist das Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) anzuwenden. Das DBA entscheidet im Falle eines Konfliktes darüber, in welchem Staat die Person als steuerlich ansässig zu betrachten ist und bestimmt, unter welchen Voraussetzungen konkrete Einkunftsarten entweder dem Staat der Ansässigkeit oder dem Quellenstaat unterliegen.

Wir stehen Ihnen mit all unserer Erfahrung und unserem Know-How zur Seite. Kontaktieren Sie uns.